Musik + Theater

Termine und Kosten der hier vorgestellten Kurse entnehmen Sie bitte dem Programm 2021/22


 

601 Kleine musikalische Akademie

Die Kunstmusik Skandinaviens - Fortsetzung

Dr. Gunnar Strunz

Beethoven

Zu Unrecht ist die Kunstmusik Skandinaviens bei uns wenig bekannt. Zwar zählen einige Kompositionen des Norwegers Edvard Grieg und des Finnen Jean Sibelius zu den weltweit meistgespielten Werken der klassischen Musik, doch ist das umfangreiche Werk von Jean Sibelius in der Gänze außerhalb Finnlands fast unbekannt. Die beiden ersten Vorträge präsentieren das Leben und Schaffen des Meisters ab 1911 bis zu seinem Tode.

Im Schweden-Vortrag erfahren die Teilnehmer eine Begegnung mit den bedeutendsten Komponisten des Landes, mit Hugo Alfvén, Wilhelm Peterson-Berger und Kurt Atterberg.

Der Dänemark-Vortrag stellt Niels Wilhelm Gade, Carl Nielsen und Ludolf Nielsen vor. Erstaunt werden die Hörer feststellen, welche melodische, rhythmische und klangliche Kleinode auch die Musik der dänischen Meister beinhaltet.

Die große internationale Beliebtheit Edvard Griegs verdeckte außerhalb Norwegens den Blick auf die anderen bedeutenden Komponisten des Landes, die außerhalb kaum auf den Konzertpodien erscheinen. Der letzte Vortrag macht es möglich, sich noch mit zwei weiteren bedeutenden Komponisten aus Norwegen zu beschäftigen.

Foto:pixabay.com Bild: Al Leino: Sibelius Denkmal


 

602 Die Welt der Oper

Eine Entscheidung über ein Kursangebot kann erst erfolgen, nachdem der Vorgängerkurs aus dem Studienjahr 2020/21 beendet worden ist, wir informieren Sie rechtzeitig zum Jahresende über unser neues Angebot für das Frühjahr 2022!

Lutz Daberkow


 

604 Kurt Weill: nicht nur "Die Dreigroschenoper"

Die Kursgruppen werden verkleinert, die Veranstaltungszeit auf 60 Minuten gekürzt

Dr. Susanne Oschmann

Clara Wiek

Kurt Weills “Dreigroschenoper” von 1928 gehört unter die Top Ten aller Bühnenwerke weltweit. Ein “Theaterstück mit Songs” - eine neue Gattung, von Weill zusammen mit Bertolt Brecht erfunden:
Kapitalismuskritik plus Musik! Das Musiktheater der Weimarer Republik mischte Weill allerdings auch ohne Brecht auf, durch die Originalität seiner Musik und die souveräne Verbindung von “E” und “U”. Weill selbst hielt nicht „Die Dreigroschenoper” für das beste seiner Berliner Werke, sondern die 1932 komponierte “Bürgschaft”: eine richtige Oper - als Parabel auf die dunkle Zeit, die sich anbahnte. Im Jahr darauf musste er emigrieren; eine neue Heimat fand er in den USA. Er lernte eine neue Musiksprache, “amerikanisch” eben. Und tatsächlich glückte ihm eine zweite Karriere, als einer der erfolgreichsten Musicalkomponisten am Broadway! So wie man heute in den USA den “europäischen” Weill nicht kennt, kennen wir den “amerikanischen” nicht. Dabei hat man den “ganzen” Kurt Weill erst, wenn man seine deutsche und die amerikanische Hälfte zusammennimmt. Genau das werden wir tun!

Foto: Der Komponist Kurt Weill, 1900 - 1950


 

605 Engelbert Humperdinck

Die Kursgruppen werden verkleinert, die Veranstaltungszeit auf 60 Minuten gekürzt

Dr. Gunnar Strunz

Clara Wiek

Weltweit wird Humperdincks Märchenoper „Hänsel und Gretel“ von Jung und Alt geliebt. Kaum eine Bühne verzichtet zum Jahresende auf sie als populäres Zugstück. Humperdinck, der Assistent Wagners in seinem letzten Lebens-jahrzehnt war, nahm vieles von dessen musikalischer Art in seine eigenen Bühnenwerke auf, vor allem in seine größte Oper Königskinder“. Humperdinck hat kein übermäßig umfangreiches Gesamtwerk hinterlassen, und außer „Hänsel und Gretel“ ist nichts weiter bei uns in breiten Kreisen bekannt geworden. Humperdinck schuf eine große Anzahl volksliedartiger Klavierlieder, einige wenige Orchesterwerke, vor allem Werke für die Bühne – Schauspielmusiken und Opern. Viele bedeutende Komponisten und Dirigenten waren seine Schüler: Siegfried Wagner, Leo Blech, Robert Stolz und u.a. Friedrich Hollaender und Kurt Weill.

Anlässlich des hundertsten Todestags des Meisters am 27. September 2021 möchte der Kurs sein Gesamtwerk präsentieren, ein Gesamtwerk, das dominiert ist von Klarheit der Form, Volks-tümlichkeit der Melodik und Wahrheit der Empfindung.

Foto: Der Komponist Engelbert Humperdinck


 

606 K Johannes Brahms: der Klassiker unter den Romantikern

Die Kursgruppen werden verkleinert, die Veranstaltungszeit auf 60 Minuten gekürzt

Dr. Susanne Oschmann

Clara Wiek

“ ... ein junges Blut, an dessen Wiege Grazien und Helden Wache hielten.” So poetisch stellte Robert Schumann seinen Freund Johannes Brahms der Musikwelt vor. Den Grazien verdankte Brahms wohl die wunderbaren Melodien, die all seine Werke auszeichnen. Und bald nach Schumanns Prophezeiung machten ihn die “Ungarischen Tänze” und das “Deutsche Requiem” zum bedeutendsten deutschen Instrumental- und Vokalkomponisten!
Dennoch war er dem eigenen Schaffen zeitlebens gegenüber skrupulös - an seiner ersten Sinfonie etwa feilte er 20 Jahre lang, bis er sie schließlich 1876 zur Aufführung freigab. Das Publikum empfand die Sinfonie als “klassisch”, und der berühmte Dirigent Hans von Bülow bezeichnete sie als die “Zehnte”: gemeint die “Zehnte” Beethovens - der bekanntlich ja nur neun Sinfonien komponiert hat. Doch Brahms war weit davon entfernt, à la Beethoven die “Millionen zu umschlingen”. Seine Orchesterwerke sind zurückhaltend und kammermusikalisch. Und in seiner Kammermusik, in den Klavierwerken und Liedern, ist seine Musiksprache auch am feinsten ausgeprägt. Es lohnt, genau hinzuhören!

Foto: Der Komponist Johannes Brahms


 

611 K Theaterforum

Aktuelle Inszenierungen in Berlin

Stella Konstantinou


DemontageBerlin gilt als bedeutendes Zentrum der europäischen Theaterlandschaft. In keiner anderen deutschen Stadt gibt es so viele und vielfältige Theater und Theaterformen wie hier, angefangen von der freien Szene bis zum Staatstheater. An jedem Abend kann man in die Welt des Theaters eintauchen und aus einer Vielzahl von Inszenierungen und Performances auswählen.

Der Kurs widmet sich der Kunst des Zuschauens. Im Mittelpunkt stehen der gemeinsame Theaterbesuch einer aktuellen Inszenierung und die Auseinandersetzung mit ihren Formen und Inhalten.

Material bieten uns sowohl theatergeschichtliche Hintergründe wie auch zeitgenössische Kunstdiskurse. Gegenstand der Betrachtung sind die Text- und Handlungsebene des Stückes, wie auch die Mittel dessen ästhetischen und dramaturgischen Umsetzung (Regie- und Schauspielkonzept, Bühnen- und Kostümbild). Durch den Austausch sollen die Rezeptionsgewohnheiten reflektiert und erweitert werden.

Foto © Berliner Zeitung, 2017: Demontage "OST" vom Dach der Volksbühne Berlin


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