Musik + Theater

Termine und Kosten der hier vorgestellten Kurse entnehmen Sie bitte dem Programm 2018/19



Kennziffer 601

Kleine musikalische Akademie

Felix Mendelssohn - der "Mozart des 19. Jahrhunderts"

Dr. Gunnar Strunz


KZ 601 Felix MendelssohnRobert Schumann nannte ihn den "Mozart des 19. Jahrhunderts". Er war wie dieser ein Wunderkind, schuf wunderbar klangschöne, poetische Werke und starb nur 38-jährig. Nach dem Versuch der Nazis, sein Andenken aus "rassischen" Gründen auszulöschen, blieb lange das Vorurteil erhalten, Mendelssohn sei ein nur leichtgewichtiger Komponist. Er sah sich jedoch selbst in der Nachfolge von Haydn, Mozart und Beethoven und erfand gewissermaßen den musikalischen Historismus.

Bereits mit 20 Jahren bewirkte er die erste Aufführung von Bachs völlig vergessener Matthäuspassion seit dessen Tod. In diesem Zusammenhang begann er, die protestantische Kirchenmusik auch mit eigenen Werken zu erneuern. Mendelssohn ließ aber keine neue, durch seine Tonsprache geprägte musikalische Richtung entstehen - für nachfolgende Komponistengenerationen war er nicht wegweisend. Die damals verstörend wirkende Musik des Zeitgenossen Hector Berlioz fand er bezeichnenderweise abstoßend.

Wenige seiner Werke sind in den Konzertsälen lebendig geblieben: das Violinkonzert, die Italienische und die Schottische Symphonie und die geniale Sommernachtstraum-Musik. Doch Mendelssohn hat so viel mehr an Schönem hinterlassen: zwei Oratorien, Chor- und Orchesterwerke, Klaviermusik, Kammermusik und Lieder. Mendelssohn darf man den Vertreter der Romantik des deutschen Bürgertums nennen. Der Kurs geht detailliert auf Leben und Werk Mendelssohns ein und stellt intensiv sein Schaffen vor.

Abb. Medienhaus SVZ: Felix Mendelssohn



Kennziffer 602

Die Welt der Oper

Die Wandlung des Heldentypus in der Geschichte der Oper

Lutz Daberkow


KZ 602 Oper Wagner Siegfried
Von Orfeo über Julius Cäsar bis Don Giovanni und Siegfried bis Tosca und Elektra

Die 300-jährige Operngeschichte birgt mit ihren großen musik-literarischen und theatralischen Kunstwerken Kommentare auf gesellschaftliche Ereignisse. Die Wahl der Titelhelden durch den Komponisten offenbart oft auch deren Weltsicht.

Der Kurs vertieft diesen Zusammenhang anhand von ausgewählten Videobeispielen.

Foto Oper Kiel: R. Wagner - Siegfried



Kennziffer 603

Musiklexikon

Bach und seine komponierenden Söhne

Dr. Susanne Oschmann


KZ 603 Musiklexikon Bach und ShneVon den insgesamt 20 Kindern, die Johann Sebastian Bach hatte, werden in der Musikgeschichte 4 Söhne genannt, die ebenfalls bekannte Komponisten wurden.

  • Johann Sebastian Bach als Organist und Hofmusiker
  • Johann Sebastian Bach als Thomaskantor
  • Die beiden Ältesten:
    Wilhelm Friedemann und Carl Philipp Emanuel
  • Die beiden Jüngsten:
    Johann Christian und Johann Christoph Friedrich


Abb. Wikipedia: J.S.Bach und seine Söhne



Raritäten der deutschen Romantik und Spätromantik

Dr. Gunnar Strunz


KZ 603 Musiklexikon Joseph Joachim RaffEs gibt im 19. Jahrhundert zahlreiche Komponisten, die zu ihrer Zeit sehr geschätzt wurden, und heute entweder überhaupt nicht mehr gespielt werden, oder eine zaghafte Renaissance erleben.

Zu diesen gehört Joseph Joachim Raff, ein Vielschreiber hoher Qualität, dessen melodiöse, rhythmisch-brillante und klanglich so farbigen Orchesterwerke einst auf die gleiche Stufe mit Beethoven und Brahms gestellt wurden. Oder der Königsberger Hermann Goetz, dessen Oper "Der Widerspenstigen Zähmung" wie auch seine Orchesterwerke und die Kammermusik bis in die Zeit vor 70 Jahren noch hochgeschätzt waren.

Diese und einige andere Komponisten (Otto Nicolai, Hans Rott, Johann Wenzel Kalliwoda, Paul Graener u.a.) werden vorgestellt und man wird erstaunt feststellen, was es an grandioser Orchestermusik außerhalb des gewohnten Repertoires gibt und sich wundern, warum diese mitreißenden Werke nicht häufiger aufgeführt werden.

Abb. Wikipedia: Joseph Joachim Raff



Kennziffer 611K

Theaterforum

Aktuelle Inszenierungen in Berlin

Stella Konstantinou


KZ 611K TheaterforumBerlin gilt als bedeutendes Zentrum der europäischen Theaterlandschaft. In keiner anderen deutschen Stadt gibt es so viele und vielfältige Theater und Theaterformen wie hier, angefangen von der freien Szene bis zum Staatstheater. An jedem Abend kann man in die Welt des Theaters eintauchen und aus einer Vielzahl von Inszenierungen und Performances auswählen.

Der Kurs widmet sich der Kunst des Zuschauens. Im Mittelpunkt stehen der gemeinsame Theaterbesuch einer aktuellen Inszenierung und die Auseinander-setzung mit ihren Formen und Inhalten.

Material bieten uns sowohl theatergeschichtliche Hintergründe wie auch zeitgenössische Kunstdiskurse. Gegenstand der Betrachtung sind die Text- und Handlungsebene des Stückes, wie auch die Mittel dessen ästhetischen und dramaturgischen Umsetzung (Regie- und Schauspielkonzept, Bühnen- und Kostümbild). Durch den Austausch sollen die Rezeptionsgewohnheiten reflektiert und erweitert werden.

Foto © Berliner Zeitung, 2017: Demontage "OST" vom Dach der Volksbühne Berlin


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