Literatur

Termine und Kosten der hier vorgestellten Kurse entnehmen Sie bitte dem Programm 2018/19



Kennziffer 501

Literaturseminar

Werke aus der deutschen und internationalen Romanliteratur unseres Jahrtausends

Annette Rickert


KZ 501 Literaturseminar
Es werden erstmals ab 2000 verlegte Romane deutscher und international bedeutender Autoren unseres Jahrtausends gelesen und besprochen.

Darunter

  • Robert Menasses thematisch weltweit erster EU-Roman
  • ein Roman des Literaturnobelpreisträgers 2017 Kazuo Ishiguro
  • ein Roman des schon mehrmals für den Literaturnobelpreis erwogenen Amerikaners
    Philip Milton Roth
  • zwei bis drei Kurzgeschichten von Alice Munro, Nobelpreisträgerin von 2013 
  • das vielbeachtete autobiografische Romandebüt von Deborah Feldmann
  • ein Roman von Friedrich Ani, der zum sieben Mal mit dem Deutschen Krimi-Preis ausgezeichnet wurde
  • Neues aus dem Schaffen von Daniel Kehlmann und
  • Bernhard Schlink.



Kennziffer 502

Berühmte Autoren

Autorinnen des 19. Jahrhunderts auf den Spuren Goethes in Italien

Irmela Körner


KZ 502 Goethe in Italien
„Die Sehnsucht nach Italien ist eine allgemeine Sehnsucht des Nordens, je tiefer Schnee und Eis die Erde bedecken, je fester sich der kristallene Reif um die Fenster des Hauses legt desto mehr zieht es die Seele nach dem Süden“.

Diese Zeilen stammen von der Autorin Fanny Lewald, die viel Geduld aufbringen musste, ehe sie auf den Spuren Johann Wolfgang von Goethes nach Italien reisen konnte. Sie wollte wie er den „heißen Durst nach wahrer Kunst stillen“.

Das Zeitalter, das wir bezeichnenderweise die Aufklärung nennen, hat es den Frauen schwer gemacht, Sehnsüchte auszuleben, dem Talent nachzugehen und die Freiheit des Reisens zu genießen. Doch die Frauen sind trotz aller Widerstände gereist und sie haben ihre Eindrücke zu Papier gebracht. Sie dokumentieren damit einen doppelten Aufbruch, den als Reisende und den als Schriftstellerinnen und sie durchbrechen die engen Mauern der ihnen zugewiesenen Existenz als „reine Weibsnatur“.

Im Kurs erfahren wir etwas über die Geschichte der Italiensehnsucht, die Bedingungen des Reisens und wir lernen aus dem Blickwinkel der Frauen – u. a. Fanny Mendelssohn- Hensel, Fanny Lewald, Malwida von Meysenbug und Louise Seidler - Italien anhand ausgewählter Texte kennen. Vorkenntnisse und Lektüre der jeweiligen Bücher der Autorinnen werden nicht vorausgesetzt.

Gemälde Städel Frankfurt: J. H. W. Tischbein: Goethe in der römischen Campagna, 1787



Kennziffer 503K

Die Globalisierung der deutschen Sprache

Von den Einflüssen von und nach anderen Sprachen

Volker Elingshausen


KZ 503K Dialekte
„Schang, schass emol die Hinkelscher aus’m Schardengsche, se zertrampele mer noch die Legümscher!“ (Hans, scheuch mal die Hühner aus dem Garten, sie zertreten mir noch das Gemüse!).

Wer in der Pfalz, im Saarland oder auch im Elsass aufgewachsen ist, kennt solche Sätze, die den Einfluss der deutschen und französischen Sprache auf einander – und sei es nur im Dialekt – zeigen. Aber nicht nur im Grenzgebiet, auch im fernen Berlin haben Glaubensflüchtlinge aus Frankreich ihre linguistischen Fußspuren hinterlassen.

In diesem Kurs - in gewisser Weise eine Fortsetzung des Kurses „Geschichte der deutschen Sprache“ – soll es vertiefend um die positiven und vielleicht auch negativen Folgen der sprachlichen Globalisierung gehen. Etwas Namenskunde der Teilnehmer gibt es als Service noch nebenbei.

Abb. Quelle: Google Maps



Kennziffer 511

Literaturspaziergänge I

Auf den Spuren von Theodor Fontane

Roselinde Knarr


KZ 511 Literaturspaziergnge Berlin19 Jhd
Der Apotheker, Schriftsteller, Theaterkritiker und Großstadtromancier Theodor Fontane wurde zum intimen Kenner der Stadt Berlin im 19. Jahrhundert. Er erlebte den Aufstieg der eher gemächlichen Residenzstadt zu einer pulsierenden Metropole, mehr als zwanzig Umzüge machten ihn zu einem profunden Kenner der Stadt.

Die politischen und gesellschaftlichen Veränderungen in dieser Zeit, der Konflikt des Einzelnen mit den geltenden Konventionen waren das Grundgerüst seiner Werke.

Die sechs Stadtspaziergänge führen zu Arbeits- und Wohnstätten Fontanes und zu Handlungsorten seiner Romane. Anhand von Zitaten, Tagebucheintragungen und Textauszügen aus seinen Romanen wird uns Fontane dabei begleiten.

Foto © Bildband Tagesspiegel: Berlin im 19. Jhd.


 

Kennziffer 515

Literaturspaziergänge V

... und noch mehr Neues im Westen.
Lietzensee, Schöneberg, Westend

Roselinde Knarr


KZ 515 Lit Spaziergnge Gedenktafel Brixplatz Ringelnatz
Die Touren sind Fortsetzungen der Literaturspaziergänge IV durch Areale der Bezirke Charlottenburg und Schöneberg.

Der sagenumwobene Lietzensee war und ist Inspiration für Schriftsteller, Maler und Filmemacher. In seiner Umgebung wurden repräsentative öffentliche Gebäude errichtet, befanden sich Verlag und Redaktion der Zeitschrift „Weltbühne“, wurden im Reichskriegsgericht, heute Luxuswohnungen, Schauprozesse geführt und fand das Denkmal des Dichters Friedrich Schiller vorübergehend Asyl.

Wohlhabende Kaufleute, Diplomaten und arrivierte Künstler zog es ab Mitte des 19. Jahrhunderts in den Ortsteil Westend. Joachim Ringelnatz bedichtete den Sachsenplatz, heute Brixplatz, Lotte Lenya und Kurt Weill konnten sich nach dem Erfolg der „Dreigroschenoper“ hier eine Wohnung leisten und Emil Nolde malte in seinem Atelier in der Bayernallee.

Die Einrichtung eines „Zeithistorischen Portals“ im umgestalteten U-Bahnhof Bayerischer Platz veranschaulicht in beeindruckender Weise die Geschichte dieses Kiezes. Hier ging Albert Einstein mit Max Planck spazieren, schrieb Carl Zuckmayer am „Hauptmann von Köpenick“ und hatte Gottfried Benn seine letzte Wohnung mit Praxis.

Abb. Quelle Wikipedia: Gedenktafel Brixplatz | Ringelnatz


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