Bildende Kunst

Termine und Kosten der hier vorgestellten Kurse entnehmen Sie bitte dem Programm 2018/19


 

Kennziffer 301

Kunsthistorisches Seminar

Im Streit um die Moderne. Themen und Tendenzen der Kunst um 1900

Dr. Barbara Hofmann


KZ 301 Kunst der Moderne G Mnter

Die Zeit um 1900 war von großen ökonomischen, gesellschaftlichen und ideologischen Gegensätzen bestimmt. Im Zuge einer rasant fortschreitenden Industrialisierung und unter dem Eindruck des Erstarkens von Wissenschaft und Ökonomie hatte sich die Lebensrealität der Menschen in ganz Europa tiefgreifend gewandelt.

Auch an der Kunst ging das nicht spurlos vorbei, waren doch auch die Künstler Kinder ihrer Zeit. Gleichwohl war ihre Reaktion auf diesen Wandel durchaus verschieden. Während die einen beständig an bereits überkommen Idealen festhielten, beschritten die anderen innovativ neue Wege.

Es entstand so eine Kunst, die es in dieser Heterogenität noch nie gegeben hat. Ihre Vielfalt kennenzulernen und sie in ihrer Widersprüchlichkeit zu durchdringen, das soll das Ziel des Seminars sein.

Gemälde Wikipedia: Gabriele Münter: Landschaft 1910



Kennziffer 302

Kunstgeschichte im Dialog

Kulturgeschichte in Bildern. Kunstwerke als historische Quelle

Dr. Friederike Hauffe | Dr. Barbara Hofmann


KZ 302 Kulturgeschichte in Bildern

Dass das Betrachten von Kunstbildern vergangener Epochen nicht nur ästhetischen Genuss verspricht, sondern darüber hinaus auch von geschichtlichem Interesse sein kann, hat man im Bereich der historischen Wissenschaften längst erkannt.

Dort nämlich ist es seit geraumer Zeit übliche Praxis, zeitgleich entstandene Gemälde vor allem dann genauer zu analysieren, wenn es darum geht, den Alltag einer jeweiligen Epoche zu rekonstruieren.Gerade dieser Sachverhalt erschien Geschichtsschreibern und Chronisten oft als zu selbstverständlich und banal, um damit wertvolle Tinte oder Papier zu verschwenden.

Für uns heute aber sind gerade diese Dinge interessant. Sie helfen uns, das Bild einer Epoche zu vervollständigen und lassen uns erkennen, dass hinter Zahlen und Fakten auch Menschen aus Fleisch und Blut standen.Was aber dachten und fühlten diese Menschen? Was spezifizierte ihr soziales Umfeld und wie bestritten sie ihren Alltag?

All diesen Fragen wollen wir im Rahmen des Kurses durch gezieltes Fokussieren von ausgewählten Gemälden aus den verschiedensten Epochen nachgehen. Gefragt ist dabei ein ebenso umfassender wie kritischer Blick, denn nicht immer darf das Dargestellte als bare Münze verstanden werden.

Gerade die Malerei erlaubte es ja zu idealisieren und damit Sachverhalte und Dinge zu visualisieren, die es so gar nicht oder zumindest doch nur sehr vereinzelt gab.

Abb. Bundeszentrale f. pol. Bildung/Gesellschaft: Familie Kaiser Wilhelm II, 1906


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