Musik + Theater

Termine und Kosten der hier vorgestellten Kurse entnehmen Sie bitte dem Programm 2017/18


Kennziffer 601

Kleine musikalische Akademie

Robert Schumann - Universalgeist der Romantik

Dr. Gunnar Strunz


Robert Clara SchuhmannRobert und Clara Schuhmann

Robert Schuhmann gelang es, Intellekt, tiefe Empfindsamkeit und Sinnlichkeit zu verbinden. Er war ein leidenschaftlicher Tonpoet und ein weit vorausblickender musikalischer Denker. Er leistete Großartiges als Musikkritiker und ebnete vielen jungen Talenten den Weg. Sein Schaffen gilt innerhalb der deutschen musikalischen Romantik als deren Zentralgestirn.

Der Vortragszyklus stellt das kurze, aber intensive Leben Schumanns vor, widmet sich im Schwerpunkt dem ungeheuer fruchtbaren Schaffen des Komponisten und erläutert darüber hinaus die Zeit zwischen 1830 und 1855 und deren historische Ereignisse in Deutschland.



Kennziffer 602

Die Welt der Oper

Chancen und Grenzen von Musiktheaterproduktionen in filmisch-elektronischen Medien

Lutz Daberkow


Oper und Film„Dem Mimen flicht die Nachwelt keine Kränze“ - das Zitat aus Friedrich Schillers Wallenstein beschreibt die Augenblickswirkung von realer Theaterkunst. Aber durch die filmisch-elektronischen Medien, durch millionenfache „Dokumentation“ von theatralischen Kunstleistungen, kann die Nachwelt, dem Mimen, vielleicht - doch - Kränze flechten.

Denn die neuen kommunikativen Produktions- und Verbreitungsmöglichkeiten von Theaterkunst haben den Kreis der (Musik-)Theater-Liebhaber anwachsen lassen und die Oper zu einem anspruchsvollen Unterhaltungsmoment breiterer Volksmassen gemacht. Gleichwohl stellt die Umsetzung von Theaterkunst im Film andere technisch-künstlerische Anforderungen an Produzenten und Regisseure als auf der Bühne.

Welche konkreten Chancen und Risiken mit der filmisch-elektronischen Produktion von Musiktheater verbunden sind, das soll am Beispiel ausgewählter „filmischer“ Inszenierungs-Dokumentationen, im Studio produzierter Musiktheater und an diversen Filmopern und Opernfilmen erläutert werden.



Kennziffer 603

Musiklexikon

Musikland Böhmen

Dr. Susanne Oschmann


Cesky KrumlovFoto: Zámecké barokní divadlo v Českém Krumlově

In Böhmen entfaltete sich im 18. und 19. Jahrhundert ein reiches und vielfältiges Musikleben. Doch von den böhmischen Barockkomponisten sind uns heute leider nur sehr wenige Namen vertraut. Deshalb gilt es, sich auf Spurensuche zu begeben und drei der interessantesten Künstler vorzustellen:

  • Jan Dismas Zelenka, der sich am Dresdner Hof Augusts des Starken zu einem großartigen Kirchenkomponisten entwickelte,
  • Frantisek Benda, engster musikalischer Berater Friedrichs des Großen, der als der beste Geiger seiner Zeit galt und sehr ausdrucksvoll für die Violine komponierte, 
  • Johann Stamitz, der mit der Hofkapelle des Kurfürsten Karl Theodor die "Mannheimer Schule" schuf.

Im 19. Jahrhundert dagegen prägen mit Smetana und Dvorak zwei sehr bekannte Komponisten die Musikgeschichte Böhmens. Ihre Opern und Sinfonischen Dichtungen basieren auf böhmischer Volksmusik und -literatur und sind eng verflochten mit dem sich zu ihrer Zeit herausbildenden tschechischen Nationalbewusstsein.

Smetana hat mit seinen bekanntesten Werken, der "Verkauften Braut" und dem Zyklus "Mein Vaterland", Anteil an der Musikgeschichte Europas; Dvorak verschaffte dem Musikland Böhmen mit den "Slawischen Tänzen", seiner Oper "Rusalka" und den Sinfonischen Dichtungen Weltgeltung - nicht zuletzt durch seinen Aufenthalt "in der neuen Welt".

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Aspekte der Musikgeschichte des 19. Jahrhunderts

Ronald Müller

Das 19. Jahrhundert ist zwar nach wie vor im Musikleben sehr präsent, doch gibt es aus dieser Epoche mittlerweile viel ins Gedächtnis zurückzurufen bzw. wiederzuentdecken.

In diesem vierteiligen Kurs sollen entweder Komponisten beleuchtet werden, die bei uns nahezu unbekannt geblieben sind, wie der niederländische Spätromantiker Johan Wagenaar, oder bestimmte Werkgruppen bedeutender Komponisten untersucht werden, die gewöhnlich nicht im Mittelpunkt des Interesses stehen, aber für die Entwicklung ihrer schöpferischen Persönlichkeiten enorm wichtig waren.

Das trifft auf die Kammermusik von Mendelssohn und Schumann ebenso zu wie für die drei durch Dramen Shakespeares angeregten Orchesterwerke Tschaikowskis. Ein Vortrag widmet sich der wenig beachteten Schnittstelle zwischen „goldener“ und „silberner“ Wiener Operettenära, die sich exemplarisch im Schaffen Zellers, Ziehrers und Heubergers manifestiert.



Kennziffer 611 K

Theaterforum. Aktuelle Inszenierungen in Berlin

Erarbeitung von Text, Handlung und Inszenierung eines aktuellen Theaterstückes mit Besuch der Aufführung

Stella Konstantinou


Theater GrafikBerlin gilt als das Zentrum der deutschen Theaterlandschaft. In keiner anderen deutschen Stadt gibt es so viele Theater wie hier, angefangen beim kleinen Amateurtheater im Hinterhof bis zum großen Staatstheater. An jedem Abend kann man in die Welt des Theaters eintauchen und aus einer Vielzahl von Inszenierungen auswählen. Denn Theater ist deutlich mehr als nur ein gesprochener Text. Und wie für alle Künste gilt gerade auch für das Theater, dass man sieht, was man weiß (Theodor Fontane).

Eine der aktuellen Inszenierungen in unserer Stadt soll im Rahmen des Kurses genauer in den Blick genommen werden. Dazu werden der Autor, der Text und die Handlung des Stückes ebenso Gegenstand der Betrachtung sein, wie die Mittel von dessen ästhetischer und dramaturgischer Umsetzung. Den Abschluss bildet der gemeinsame Besuch der Inszenierung mit einer Nachbesprechung. Die Auswahl der Inszenierung richtet sich nach dem aktuellen Spielplan der Berliner Bühnen.


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